2. Mai 2016 blogger

Joggen ist die beliebteste „Sportart“ der Deutschen. Leider ist die Lauftechnik der Allermeisten alles andere als gesundheitsförderlich oder effektiv! 65% aller Läufer (Läufer=2h/w) verletzten sich innerhalb von 10 Jahren mindestens einmal aufgrund der Anwendung einer schlechten Lauftechnik. Die häufigsten Verletzungen dabei sind  Knochenbrüche in Schien- und Wadenbein, Muskelfaserrisse in Wade und hinterem Oberschnenkel und alle Arten von Fußgelenks- und Knie- Verstauchungen, Sehen und Bänder-Zerrungen und -Risse. Bis auf Verstauchungen und Zerrungen von Sehnen und Bändern, sind alle andern Verletzungen auf die meist angewandet Fersen-Lauftechnik zurückzuführen. Dabei wird der Fuß vor dem Körper über die Ferse auf den Boden aufgesetzt. Je schneller der Läufer unterwegs ist, desto größer dessen Schrittlänge, d.h. desto weiter vor dem Körper der Fersenaufsatz. Die Fersen-Lauftechnik ist nur für das Gehen (barfuß nur auf weichem Grund) geeignet, da stets ein Fuß am Boden ist. Joggen – also „Rennen“ – hingegen heißt, dass es eine Flugphase gibt, d.h. kurzzeitig beide Füße in der Luft sind. Hierbei kreiert die Fersen-Lauftechnik eine Vielzahl von negativen Folgeeffekten. Wenn der Fuß aus der Flugphase über die Ferse auf dem Boden aufsetzt, werden das Fußgelenke und die Wade nicht zum Abfangen des Stoßes und einer weicheren Kraftübertragung genutzt. Der Stoß wird direkt auf das Knie übertragen. Je weiter man den Fuß vor dem Körper und unter dem Körperschwerpunkt weg auf dem Boden aufsetzt, desto größer die Bremswirkung, also die Kraft entgegen der Laufrichtung = Bremsstoß. Das führt zu höherem Energieverbrauch, was die Laufeffizienz erheblich vermindert (, man ist langsamer und/ oder hält kürzer durch), da man sein Körpergewicht nun aktiv vom Boden abdrücken muss um in Bewegung zu bleiben. Der Bremsstoß kann nur dadurch ausgeglichen werden, dass der jeweils hintere Fuß länger am Boden verweilt, was außerdem neben dem höheren Energieaufwand auch eine ungünstige Hebelwirkung auf das Schien- und Wadenbein, sowie eine starke Zugwirkung auf die Waden- und Oberschenkelmuskulatur entfaltet. So steigt die Verletzungsanfälligkeit wegen „Materialermüdung“.  Zudem ist es bei der Fersen-Lauftechnik auch möglich die Füße in einer für die Fortbewegung ungünstigen V-Stellung zu halten. Die Fehlstellung resultiert aus einer dauerhaften Anwendung der V-Fußstellung im Stand. Was für das Hüftgelenk im Stand noch verkraftbar ist, belastet diese schon im Gehen erheblich. Beim joggen ist diese Fehlbelastung sogar weitaus höher! Die Kraftwirkung auf die Hüftgelenke entspricht so nicht den anatomischen Vorrausetzungen, was den Verschleiß der Gelenke erheblich erhöht (Vergleich: falsch eingestellte Achsen beim Auto). Verletzungen und Verschleiß sind also bei Anwendung der Fersen-Lauftechnik nahezu unvermeidlich.

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