14. März 2016 blogger

Das Nervensystem durchläuft den ganzen Körper, da es zur Regulation vielfältigster Prozesse benötigt wird. Die größten und dichtesten nervalen Knotenpunkte befinden sich im Mage-Darm-Trakt, dem evolutionär ersten gebündelten Nervensystem und dem zentralen Nervensystem, also dem Rückenmark und dem Gehirn, welches das komplexeste System im Menschlichen Körper (- generell im Körper jedes bewegungsfähigen Tieres-) darstellt.
Hierin liegt auch die Begründung, weshalb nur die Lebewesen ein Gehirn besitzen, welche sich bewegen. Bewegung ist der Grund für ein Gehirn. Somit ist auch sofort ersichtlich, dass das Gehirn beim (körperlichen) Training in vollen Einsatz gebracht wird und somit auch belastet wird. Glücklicherweise erleidet das Nervensystem dabei keinen (materiellen) Schaden. Es entzündet sich nicht. Es verschleißt nicht. Zumindest dann nicht, wenn es genug Erholung bekommt! Nimmt das Gehirn auch keinen Schaden durch seine Aktivität, so steht es doch unter (Stoffwechsel-)Stress. Befindet sich der Körper in Ruhe ist das Gehirn der größte Energieverbraucher- oder Umwandler. Jede Nervenaktivität produziert Stoffwechselnebenprodukte, beispielsweise bestimmte Proteinkomplexe. Diese müssen aus dem Gehirn geschleust werden. Dies ist nur indirekt möglich, da im Gehirn neben dem Blutgefäßsystem kein Platz mehr für ein lymphatisches System aufweist. Das Lymphsystem wird unter anderem im restlichen Körper eingesetzt um Stoffwechselnebenprodukte aus den Geweben abzuführen. Im Gehirn ist dies nur durch einen kontraktiven Prozess der Nervenzellen und das damit verbundene Ein- und Ausströmen des Gehirnwassers möglich. Dieser Prozess kann jedoch nur im Schlaf ablaufen! Wieso dies so ist, ist noch nicht verstanden. Sicher ist nur, dass dieser Prozess nur im Schlaf, während der Schlafphasen – Tiefschlaf-/Traumphase – ablaufen kann.
Erhält das Gehirn genug Ruhe, d.h. genug Schlaf, erholt es sich jede Nacht komplett und ist am kommenden Tag wieder voll einsatzbereit!
War der Schlaf zu kurz, bleibt ein Rest der Stoffwechselnebenprodukte im Gehirn zurück und stört nachfolgende Prozesse.
Wie viel Schlaf notwendig für eine Person ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Je nach Genetik, benötigt das Gehirn eine bestimmte Anzahl von Schlafphasenzyklen um voll zu regenerieren. Etwa eine Person von 5000 benötigt für diesen Prozess im nur 5 Stunden. Die Mehrheit der Menschen braucht Minimum acht. Einige benötigen 9 bis 10 – selten sogar 12 Stunden dafür.
Abseits der Genetik hängt die benötigte Schlafzeit zudem von Maß der Belastung ab. Sportler benötigen tendenziell mehr Schlaf, da der Körper generell mehr Regenerationsbedarf hat (auch Muskelregneration), aber auch der Nervensystem vielfältiger „belastet“ oder besser gesagt eingesetzt wird.
Wie viel Schlaf man jedoch braucht, kann man nur selber erfühlen. Anzeichen, wie nachmittägliche Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Probleme mit der Verdauung, häufige grippale Infekte,… können Anzeichen für Schlafmangel sein.
Fühlt man sich hingegen ausgeglichen und entspannt, hat man auch genug geschlafen. Um dieses Gefühl aber wirklich kennenzulernen, muss man eine gewisse Zeit so schlafen, dass man von alleine wach wird und diese Schlafzeit auf ein immer wiederkehrendes Maß einpendelt. So kann man erfahren, wie viel Schlaf man benötigt – Stichwort: Kurz-/Langschläfer und wann die individuell beste Schlafzeit ist – Stichwort: Früh/-Spättyp.

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