7. März 2016 blogger

Unter dem Begriff Bindegewebe wird eine Vielzahl von unterschiedlichen Gewebetypen zusammengefasst. Dazu gehören beispielsweise Sehnen, Bänder und Muskelfaszien (Muskelhülle), auch das Knorpelgewebe wird im weiteren Sinne dazugezählt.
Das Bindegewebe formt die Organkapseln, ermöglicht die Kraftübertragung vom Muskel zum Knochen und dient dem Abfangen von Zug und Druck.
Das straffe parallelfasrige Bindegewebe, welches die Sehnen und Bänder bildet, nimmt dabei eine besondere Bedeutung im Stütz- und Bewegungsapparat ein.
Die Muskeln erzeugen die Kraft, die Sehnen übertragen sie auf den Knochen. So entsteht Bewegung. Die meisten Bindegewebstypen weisen keine Blutgefäße auf.
Da sie so nicht direkt mit Nährstoffen und „Reparaturmaterial“ (=Protein) versorgt werden können, ist nur eine indirekte Versorgung über die sie umspülende Flüssigkeiten möglich, Beispiel: Synovialflüssigkeit im Gelenk.
Als Folge dieser nur indirekt möglichen Versorgung, benötigt die Regeneration/ Reparatur dieser Strukturen nach der Belastung eine längere Zeit als das direkt durchblutete Gewebe, bspw. die Muskulatur. Grob muss man für die Bindegewebsreparatur eine doppelt so lange Zeit veranschlagen wie für die Muskeln. Benötigt der Muskel also ca. zwei Tage zur Regeneration, sind es ca. vier Tage für das Bindegewebe.
Dennoch sollte man sein Training anhand des Erholungszustandes der Muskulatur planen, da das Bindegewebe bei einem „harten“ Training weitaus weniger Schaden nimmt und dementsprechend auch einen geringeren Reparaturbedarf hat.
Vergessen darf man sein Bindegewebe aber auch auf keinen Fall!
Auch hier sollte man auf die Signale des Körpers achten und die belasteten Strukturen, z.B. die Kniesehne, bei Schmerzen solange schonen, bis diese vollständig erholt ist.

Schreibe einen Kommentar

Menü