17. August 2015 blogger

Welche Art von (durch Training erzeugtem) Körper „sexy“ ist, empfindet natürlich jeder Mensch für sich selbst. (Es gibt zwar biologisch, evolutionär begründbare „Standards“ aber das ist ein anderes Thema.) Ebenso, was für ein persönliches Ziel Jeder hat. Darüber zu diskutieren mag zwar manchen Leuten „Spaß“ machen und ist immer wieder Bestandteil von social media, erscheint aber als wenig sinnvoll. Wichtig hingegen ist die „Aufklärung“ der Bevölkerung zum Thema Training, Muskelaufbau und „Körperlichkeit“, da Halbwissen sowohl zur Frustration, als auch zu gesundheitlichen Risiken führt! Besonders Diejenigen, welche im Bereich der Sportwissenschaft und/ oder als Trainier aktiv sind, werden „tagtäglich“ mit diesem Problem konfrontiert. Beispielsweise kann den meisten Männern – selbst wenn sie keine Bodybuilding-„Muskelmonster“, sondern „athletisch“ werden wollen – der Muskelaufbau oft nicht schnell genug gehen. Deshalb neigen diese oft zur Übertreibung. Vor allem was die verwendeten Gewichte angeht. Folgen davon sind häufig Dysbalancen der Muskulatur oder erhöhtes Verletzungsrisiko. Frauen hingegen haben ständig Angst davor sofort „wie ein Mann auszusehen“, wenn sie in irgendeiner Form Kraft trainieren und Gewichte bewegen. Sie bleiben deshalb oft weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Mit „Aufklärung“ ist zum Beispiel gemeint, dass egal wie intensiv und lange man trainiert, es oberhalb einer bestimmten Muskelmasse nur noch mit Hormondoping weitergeht. Oder dass das Muskelwachstum – auf natürlichem und gesundheitlich einzig empfehlenswertem Wege – generell ein langsamer und kontinuierlicher Prozess ist, der sich sehr gezielt steuern lässt. Das die Bewegungsgüte der Übungen im Training von größter Bedeutung ist oder dass beispielsweise die Ernährung mindestens genau so wichtig, wie das Training ist. Leider neigen wir Menschen häufig dazu den (meist nur scheinbar) „einfachsten“  Weg zu gehen, Halbwissen „aufzuschnappen“ und Demjenigen zu folgen, der am lautesten „ruft“.

Dieser Text ist sozusagen als Aufruf zu verstehen sich diesem weit verbreitet Phänomen zu entziehen und sich – wie es zu Zeiten der Aufklärung schon sehr treffend formuliert wurde – „Dem eigenen Geiste zu bedienen!“ So wird es möglich den Fallen und Sackgassen zu entgehen und zu erreichen, was wirklich möglich ist.

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