19. Oktober 2015 blogger

Körperliche Aktivität beeinflusst die Bildung von Steroiden. Sterodide sind eine Stoffklasse der Lipide (Fettsäuren) die im glatten endoplasmatischen Retikulum (=Zellorganelle)  synthetisiert und von der Nebennierenrinde und den Geschlechtszellen sekretiert werden. Sie dienen der Reglation vielfältiger Körperprozesse. So zum Beispiel der Ausbildung und Erhaltung des Geschlechts, der Regulation von Entzündungsprozessen oder der Bildung von Muskulatur.

Wird der Körper durch (hartes) Training belastet, ruft dies eine Veränderung in der Bildung und Freisetzung der Steroide hervor. Anabole Steroide, welche die Reparatur und den Aufbau der Muskulatur befördern, fallen zunächst in ihrer Freisetzungsmenge ab. Corticosteroide hingegen, deren Funktion die Regulation von Entzündungsprozessen ist, werden in der Akutphase nach dem Training – bis mehrere Stunden nach dem Training – verstärkt gebildet und freigesetzt. Dies stellt einen limitierenden Faktor der Fähigkeit des Körpers dar Muskulatur aufzubauen, da dieses eine katabole (=proteinabbauende)  Wirkung entfaltet. Dies ist auch einer der Hauptgründe dafür, dass Übertraining zum Verlust von Muskelmasse führt. Jedes Hypertrophietraining (Muskelaufbau) oder Kraftausdauertraining führt zur Beschädigung der Muskulatur. Es bilden sich Mikrotraumen – klein Rissen im Muskel – welche zu Entzündung im Muskel (=Muskelkater) und einer damit einhergehenden verstärkten Cortikosteroidfreisetztung führen.

Damit der Körper in die Lage versetzt wird die Entzündung zu Überwinden, anabol wirkende Steroide freizusetzen um den Muskel zu reparieren und Muskelmassen aufzubauen, ist es unerlässlich genügende Pausen einzuhalten und eine optimale Nährstoffversorgung – z.B. Protein – sicherzustellen.

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