22. Dezember 2014 blogger

Superkompensation beschreibt einen Zustand, in dem sich der Körper in die Lage versetzt schnell mit Belastungen umgehen zu können, die vor kurzem noch dessen Leistungsniveau überstiegen. Der Körper ist ständig bemüht sich allen positiven Belastungen in einer positiven Weise anzupassen  (Adaptation).  Strukturelle Anpassung, zum Beispiel der Aufbau von Muskelmassen, dauern jedoch häufig zu lange, um schnell genug auf höherem Niveau arbeiten zu können. Aus diesem Grund nutzt der Körper zudem das Prinzip der funktionellen Anpassung. So ist es dem Körper bereits zwei Tagen nach der Belastung möglich, auf einem höheren Niveau zu agieren, indem er beispielsweise zuerst die nervale Aktivierung der Muskulatur hoch regelt.

Im weiteren Verlauf werden dann beispielsweise auch die Muskelmasse oder das Herzkreislaufsystem angepasst.

Direkt nach dem Training folgt ein kurzfristiges Absinken des Belastungsniveaus aufgrund von Ermüdung. Der Körper beginnt in der Erholungsphase sofort mit der Anpassung. Nach ca. zwei Tagen – WICHTIG: Dazu auf das Körpergefühl „hören“!-  erreicht diese Anpassung ein Level, dass über das Ausgangsniveau hinausgeht. Setzt man das nächste Training genau an diesem Punkt an, nimmt die Anpassungskurve eine Art Treppenform nach oben an.

D.h. der Körper passt sich so schnell an, wie möglich. Somit wird auch verständlich, wieso ein  Minimum von drei Trainingseinheiten pro Woche, bei ständigem Steigern der Belastung notwendig ist, um das Ziel von Leistungssteigerung und/ oder Muskelaufbau verfolgen zu können!

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