21. März 2016 blogger

Immer wenn man die Muskulatur belastet, wird deren Durchblutung gesteigert. Dies ist notwendig, da bei höherer Aktivität der Sauerstoffbedarf des Muskels/ der Muskeln steigt. Über die Arterien wird somit mehr sauerstoffreiches Blut zum Muskel geführt, der dadurch „praller“ wird- Stichwort „Pump“. Der Muskel gewinnt an Volumen und erzeugt damit auch eine erhöhte Spannung im umgebenden Gewebe (Bindegewebe, Haut). So wird die Durchblutungsleistung auf zwei Wegen gesteigert. Zu einen fließt mehr Blut durch die aktiv über die Blutgefäßmuskeln bewegten Arterien. Diese liegen immer direkt neben den muskellosen, passiven Venen, die über die Arterienkontraktion mitbewegt werden. Die Folge ist eine stärkere Pumpleistung der Venen, also die Entfaltung einer stärkeren Sogwirkung. Zum Zweiten erhöht auch der Druck, welcher durch die Volumenzunahme des Muskels entsteht, die Spannung auf die Venen. Da sich das Bindegewebe und die Haut nur minimal ausdehnen, steigt die innere Spannung. Somit wird die Veneaktivität auf die maximale Leistungskapazität gebracht. Dieser sogenannte Muskelpumpeneffekt ist das beste Mittel gegen die so genannten „schweren Füße“.  Schwere Füße entstehen deshalb, weil die Füße der herzfernste Ort unterhalb des Herzens sind, der Blutabtransport über die Venen dort am geringsten ist und sich aufgrund dieser verminderten Durchblutungsleistung Flüssigkeit im Gewebe ansammelt. Die Haut des Fußes schwillt an, was eine weiter Verminderung der Durchblutungsleistung zur Folge hat und diesen Negativeffekt weiter verstärkt. Das Risiko von Blutgerinnseln besteht. Besonders dann ist das Risiko für schwere Füße und Blutgerinnsel hoch, wenn man lange Zeit in der sitzenden Position vor allem mit angewinkelten Beinen verbringt – Beispiel langer Flug , da sich hier die Muskeln im Unterschenkel konstant in Ruhe befinden und so kein, die Durchblutungsleistung verstärkender, Muskelpumpeneffekt möglich ist. Abhilfe schaffen kleine Spannungs- und Entspannungsübungen, die auch im Sitzen möglich sind. Alles, was die Muskelaktivität steigert, erhöht auch die Durchblutungsleistung und hilft somit gegen die schweren Füße. Beispielsweise kann man sitzendes Wadenhaben nutzen. Man stellt dazu die Füße in möglichst vielen Wiederholungen immer wieder auf die Zehenspitzen. Dabei werden die Wadenmuskeln aktiv. Auch statische Wadenarbeit, also das dauerhafte Halten der Füße auf den Zehenspitzen, ist sehr nützlich da auch hier die Muskeldurchblutung gesteigert wird. Idealerweise kombiniert man diese zwei Prinzipien immer wieder und schwere Füße sollte auch bei sehr langen Flügen kein Problem sein.

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