24. August 2015 blogger

Als Gedankenexperiment stellen wir uns vor das eine Person – weiblich, 1,65 groß, 60 kg – ein Jahr lang täglich nur 600kcal zuführt. Diese Kalorienmenge liegt etwa 400 kcal unter dem, was der Körper benötigt um mittelfristig funktionieren zu können und ca. 1000 kcal unter dem, was nötig ist um langfristig gesund zu bleiben. Folge davon ist, dass der Stoffwechsel in einen Sparmodus verfällt. Auf jeden Fall dann, wenn sie in dieser Zeit körperlich inaktiv ist. D.h. das Aktivitätsnivau in der Muskulatur wird heruntergeregelt und der Körper versucht auf allen möglichen Wegen Energie zu sparen. Jetzt stellt sich die Frage, ob dieser Zustand dauerhaft und evtl. sogar unumkehrbar ist?

1. Solange keine Organschäden durch den Kalorienmangel entstanden sind, fährt der Stoffwechsel – egal wie drastisch niedrig die tägliche Kalorienzufuhr war – spätestens nach einem viertel Jahr – wieder hoch. Wenn sie in dieser Kalorienmangelzeit auch körperlich aktiv ist, kann der Stoffwechsel nicht so drastisch herunterfahren, da er die Bewegung energetisch „finanzieren“ muss.

2. Körperliche Aktivität, heißt Erhöhung der Stoffwechselrate. Je härtet die „Arbeit“ – z.B. Training – desto höher die Stoffwechselrate, desto größer der Kalorienumsatz.

Der Körper passt sich permanent an die (belastungsmäßigen) Gegebenheiten an. Ein z.B. bewusst erzwungener Kalorienmangel (bei gleichzeitig geringer körperlicher Aktivität) ruft – auch wenn er langfristig war – lediglich eine temporäre Stoffwechselratenreduktion hervor. Diese ist aber variabel und kann „schnell“ wieder auf normales oder sogar überdurchschnittliches Niveau, z.B. bei intensiver körperlicher Aktivität, gehoben werden.

Die Sorge, dass der Stoffwechsel für immer im Sparmodus verbleiben kann, ist also – sowohl bei Frauen, als auch Männern – unbegründet!

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