27. April 2015 blogger

Da Schlaf eines der grundlegenden Bedürfnisse des Menschen darstellt, sind auch die Negativfolgen von Schlafmangel vielfältig. Einige dieser Effekte treten schon kurzfristig ein (ein bis wenige Tage), andere entfalten sich erst bei chronischem Schlafmangel (Wochen,  Monate bis Jahre).

Meist stellen sich schon nach einer einzigen „zu kurzen“ Nacht erste fühlbare Folgen ein. So ist es möglich, dass es zur Fehlregulation der Körpertemperatur kommt (Hitzewallungen, kalte Füße), Stimmungsschwankungen eintreten,  man leicht(er) gereizt reagiert, das Kurzzeitgedächtnis gestört ist (z.B. einen Raum betreten und nicht mehr wissen, was man da wollte; Namen oder Worte fallen nicht ein), die Konzentration fällt schwerer und die Fähigkeit zur Selbstorganisation sinkt. Auch der Hormonspiegel reagiert direkt auf den akuten Schlafmangel. In diesem Zustand produziert der Körper höhere Dosen des appetitanregenden  Hormons Ghrelin und vermindert gleichzeitig die Produktion von Leptin, welches appetitzügelnd wirkt. Daraus folgen ein gesteigertes Hungergefühlt und ein größeres Verlangen nach kalorienreicher Nahrung mit hohem Kohlenhydrat- und Fettgehalt. Zusätzlich besteht wegen der kürzeren Schlafzeit auch mehr Zeit für die Nahrungsaufnahme. Auch der tägliche Energieverbrauch verringert sich häufig, da Menschen mit Schlafentzug tendenziell weniger körperlich aktiv sind. So wird das Erzeugen eines Kalorienüberschusses erleichtert was mittel- bis langfristig den Fettaufbau begünstigt und so das Risiko von Übergewicht und allen verbundenen Folgen steigert.

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