4. Januar 2016 blogger

Das Saunieren hat eine über 2000 Jahre zurückreichende Tradition. Die älteste Sauna wurde auf dem Gebiet des heutigen Finnlands entdeckt, allerdings gibt es auch in Mittel- und Südamerika saunaähnliche Fundstädten, die Jahrhunderte zurückreichen.
Anfangs diente die „finnsche“ Sauna den Menschen dazu die kalte Zeit des Jahres besser überstehen zu können – als eine Art Heizung der Wohnstätte sozusagen. Später bildete sich daraus eine diverse Saunakultur, die sich über die Welt verbreitete.
Vordringlich wird die Sauna zur Entspannung und der Abhärtung vor Erkältungskrankheiten eingesetzt. Da die starke Erhitzung auch Auswirkungen auf das vegetative Nervensystem und das Blutgefäßsystem hat, wird das Saunieren auch zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. Wirksam auf das Immunsystem und die Durchblutung ist die Steigerung der Körpertemperatur auf bis zu 39°C (an der Hautoberfläche bis 42°C). Dieser fieberähnliche Temperaturzustand führt, wie ein echtes Fieber, zur Steigerung der Aktivität verschiedener Immunzellen (Beispiel: Makrophagen, Lymphozyten) und verstärkt damit die Abwehr von Infekten. Auf diese Erhitzung des Körpers folgt stets ein Bad in kaltem Wasser. Dieses Kaltbad hat eine entspannende Wirkung auf die Muskulatur, sowie eine kurzfristige Steigerung des Blutdrucks zur Folge, der Stoffwechsel und die Durchblutung werden angeregt und die Atmung verbessert sich (tiefer, gleichmäßiger). Die heiße, feuchte Luft steigert die Durchblutung der Schleimhaut und führt zu einem vermehrten Sekretkabfluss. Eine besser durchblutete Schleimhaut trocknet weniger aus, kann so besser auf Temperaturwechsel reagieren (Drinnen vs. Draußen) und bietet weniger Eintrittspforten für Viren und Bakterien.
Das Saunieren stellt außerdem eine Art „Blutgefäßtraining“ dar. Dies beruht auf der blutgefäßerweiternden Wirkung der „Hitze“ und der durch das schnelle Abkühlen hervorgerufenen Verengung der Blutgefäße. Auch das Hautbild kann sich verbessern, da die wiederholte Wasseranwendung zu einer sorgfältigen und schonenden Reinigung führt. Sehr trockene Haut reagiert positiv auf den vermehrten Schweißfluss. Dieser hat eine Verbesserung der Struktur der obersten Hautschicht (Hornhaut) zur Folge. Zu all diesen positiven physiologischen Wirkungen komm zudem die Steigerung des subjektiven Wohlbefindens, was von Saunagängern häufig mit Aussagen wie: „Du fühlst dich wie neu geboren!“ ausgedrückt wird.
Bei sporttreibenden Personen treten diese Positiven Auswirkungen in verstärktem Maße auf! Worauf dies zurückzuführen ist, konnte jedoch bisher noch nicht abschließend geklärt werden.

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