18. April 2016 blogger

Die Antwort klingt einfach: Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der richtigen Körperhaltung! Massagen, Akupunktur, Wärmeanwendungen usw. können zwar auch nützlich sein, dienen aber meist nur der Symptombehebung. Die Ursache liegt (fast immer) in der Körperhaltung, die nicht der physiologischen Balance der Muskelspannung zwischen Front und Rücken entspricht.

Zu erreichen ist die muskuläre Balance nur durch bewusste Haltungsschulung und Muskeltraining. Als Erstes muss man verstehen, was die optimale Körperhaltung, also die Haltung in der alle Muskeln im richtigen Verhältnis genutzt und allen Gelenke im richtigen Winkel beansprucht werden, ist. Die Füße sollte – vor allem im Stand – die meiste Zeit parallel zueinander und in zirka zwei Fußbreiten Abstand zueinander stehen. Die Knie sollte nicht vollkommen durchgestreckt sein, aber auch nicht gebeugt. Der optimale Streckungswinkel liegt knapp vor der maximalen Streckung. Dem Punkt kurz bevor der vordere Oberschenkelmuskel (voll) angespannt ist. Der physiologisch, dauerhaft gesunde Hüftwinkel, hängt von der spezifischen Form der Hüfte ab – Beispiel: breit/schmal, Kreuzbein steil/ flach. Allen Formen gemeinsam ist, dass die Hüfte seitlich in Waage sein muss und die Balance zwischen einer nach vorn gekippten Hüfte und dem „Hohlkreuz“ (=Po herausgestreckt) erreicht werden muss. Herausfinden kann man diese für sich, indem man die Hüfte maximal nach vorn und maximal nach hinten kippt und darüber diese Balance kennenlernt. Damit ist auch automatisch der untere Rücken in der optimalen Position. In der nächsten Ebene liegt die Brustwirbelsäule. Hier sollte das Brustbein (=Mitte Brustkorb) leicht gehoben sein (=stolz geschwellte Brust). Dies wirkt sich automatisch auch auf den Schultergürtel aus. Der Mensch neigt in der heutigen Lebensumwelt dazu die Schultern nach vorn fallen zu lassen, die Hebung des Brustbeins beugt dem direkt vor. Zusätzlich sollte man die Schultern soweit zurückziehen, dass diese in Linie (vertikal) mit der Außenkante der Hüfte, Knie und Fußgelenk sind. Bringt man nun als Letztes noch den Kopf, genauer gesagt das Ohr auf Linie mit dem nun balancierten Körper, ist auch die Halswirbelsäule in Balance. In dieser Position arbeitet die Halswirbelsäule genau so, wie dies „vorgesehen“ ist. Damit ist der erste Schritt zur Aufhebung der Nackenschmerzproblematik getan!

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