11. April 2016 blogger

Um gegen Nackenverspannung angehen zu können, muss man verstehen, woraus diese resultieren. Kurz gesagt: Eine dauerhaft vorgebeugte Körperposition führt zu Nackenverspannung. Wie passiert das? Als erstes muss einem bewusst werden, wie oft man in einer unbewusst nach vorn verlagerten Körperposition verharrt – Beispiel: Arbeiten am PC. Die Hüfte ist dauerhaft gekippt, Lenden- und Brustwirbelsäule sind über Stunden nach vorn gebeugt. Resultat dieser Haltung wäre, dass man dauerhaft nach unten blickt. Da man so weder Hindernissen beim Gehen ausweichen noch auf den Computermonitor blicken kann, gleicht man die vorgebeugte Haltung allein durch die Steckung der Halswirbelsäule über die Nackenmuskulatur (Trapezius descendens) aus. Physiologisch entspricht das dem dauerhaften „Nach-oben-blicken“. Einer Dauerhaltung für welche dieser Muskel nicht ausgelegt ist.  Der Trapezius descendens  dient dazu die Halswirbelsäule gelegentlich zu strecken, vor allem aber dazu den Kopf auf der Wirbelsäule – in Neutralhaltung- zu balancieren. Unsere Kulturumwelt, mit dauerhaft gleichbleibender Haltung und vor allem dauerhaftem Sitzen, zwingt diesen Muskel also in die Überlastung hinein. Jetzt stellt sich die Frage, was man dagegen tun kann?

Schreibe einen Kommentar

Menü