Muskelaktivierung und Muskelleistung

Muskelaktivierung und Muskelleistung

Wenn man versucht eine Last zu bewegen/ zu heben oder eine bestimmte Körperposition zu halten, muss dazu eine bestimmte Kraft durch die Muskulatur erzeugt werden. Dies geschieht dadurch, dass das Gehirn Aktivierungsimpulse über die afferenten Nervenbahnen zu den Muskeln – genauer den Muskelfasern sendet (=Aktivierungspotentiale), was zur Verbindung der Proteinfilamente Aktin und Myosin führt. Diese Fasern sind in Reihe geschalten was zur Summation der Verkürzungslänge führt. Der Muskel „zieht sich zusammen“, diese Kraft wird über die jeweilige Muskelsehne auf den Knochen übertragen, dass führt zur Bewegung, genauer Kraftübertragung/ physikalischer Arbeit. Betrachtet man nur einen isolierten Muskel, hängt die Größe der Kraft von zwei Faktoren ab. Dem Muskelquerschnitt („Muskelmasse“) – Vergliche PS-Zahl Auto – und der Muskelfaseraktivierbarkeit – Vergleich Drehzahl Auto (siehe auch: Die maximale Kraftleistung des (einzelnen) Muskels – Was sind die bestimmenden Faktoren?; „Grease the Groove“ = Kraftsteigerung über das Nervensystem; Die maximale Kraftleistung des (gesamten) Körpers – Was sind die bestimmenden Faktoren?). Je besser das Gehirn in der Lange ist die einzelnen Muskelfasern zu aktivieren/ zu koordinieren, desto höher ist die Kraftleistung des Muskels bei gleicher Muskelmassen (=Relativkraft).

Diese Muskelfaseransteuerung wird als intramuskuläre Koordination bezeichnet.

Eine untrainierte Person kann nur ca. 15% der im Muskel befindlichen Fasern aktivieren, d.h. sie kann bewusst nur 15% der maximalen Kraftleistung des Muskels ausschöpfen. Eine optimal ausgeprägte intramuskuläre Koordination ermöglicht die gleichzeitige Aktivierung von bis zu ca. 45% der vorhandenen Fasern im Muskel. D.h. bei gleicher Muskelmasse ist die vom Muskel erzeugbare Kraft bis zu dreimal so hoch!

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