12. Januar 2015 blogger

Gleich zu Anfang: Oft dieselben Nahrungsmittel zu sich zu nehmen, ist kein Problem, wenn durch diese alle benötigten Nährstoffe (Eiweiß, ungesättigte Fette, Vitamine, Mineralien) ausreichend abgedeckt sind. Das ist zum Beispiel dadurch möglich, dass die Nahrung zwar gleichförmig, aber dennoch insgesamt vielfältig ist – beispielsweise immer wieder dieselben Arten von Früchten und Gemüse, bei ausreichend großem Sortiment.

Die Zufuhr von z.B. den immer wieder gleichen fünf verschiedenen Obstsorten und fünf verschiedenen Gemüsesorten kann dafür schon ausreichend sein.

Was die Eiweißzufuhr angeht, ist es noch weniger relevant zu variieren. Selbst, wenn man nur (!) Hähnchenfleisch als Eiweißlieferant zuführen würde, könnte der Eiweißbedarf dadurch optimal gedeckt werden.

Problematisch wäre bei diesem Vorgehen nur, das die Eisen- (und Creatin)-zufuhr vermindert wäre, da nur die roten Fleischsorten genug Eisen (und Creatin) enthalten.

 Werden die oben genannten Faktoren berücksichtigt, liegt der einzige wirkliche Nachteil einer immer wieder gleichen Lebensmittelauswahl, in der geringen geschmacklichen Variationsbreite, die sich kaum über die Zubereitungsart ausgleichen lässt und so evtl. nach einer gewissen Zeit zu Unzufriedenheit führt(, obwohl der Körper alle Nährstoffe bekommt).

 Eine gleichförmige Ernährungsform weißt aber auch Vorteile auf.

Erstens: Zeitpunkt

Wenn man immer zu ungefähr denselben Zeiten isst, passt sich das Gehirn an diesen Zyklus an und der Tag (z.B. Ruhe/Training,…) ist leichter planbar, Hunger kommt nicht unerwartet auf und Heißhungerattacken bleiben meist aus.

Zweitens: Die Verdauung

Bleiben die Bestandteile der Nahrungsmischung konstant, passt sich die Darmflora daran an. D.h. das Verhältnis der im Darm vorhandenen Bakterien optimiert sich automatisch gemäß der zugeführten Nahrung, was die Verdauung und Verstoffwechslung verbessert – z.B. kürzere Verdauungszeit, weniger Insulinbedarf.

 So muss nun also Jeder selbst das für sich richtige Maß von Gleichförmigkeit und Variation in der Nahrungszufuhr finden, um sein Optimum an Gesundheit, Fitness, Aufwand, Planbarkeit,… und Wohlbefinden zu erreichen.

Gleichförmigkeit in der Ernährung ist auf jeden Fall nicht per se schlecht, sondern kann auch sehr vorteilhaft sein!

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