6. Juli 2015 blogger

Ist die Aufnahme der der Fructose durch den Darm oder der Fructose-Stoffwechsels in der Leber gestört, führt dies zu Krankheitssymptomen. Mit einer Prävalenz von ca. 30 – 40 % innerhalb der mitteleuropäischen Bevölkerung, stellt die Fructosemalabsorption ein häufig auftretendes Phänomen dar. Wesentlich seltener ist die mit schweren Symptomen einhergehende Fruktoseintoleranz (HFI = hereditäre Fruktoseintoleranz), welche auf einem genetischen Defekt beruht. Etwa ein Mensch von 130.000 ist davon betroffen. Hierbei ist der Körper nicht in der Lage das in der Leber gebildet Fructose-1-phosphat abzubauen. Der Fruchtzuckergehalt in den Leberzellen erreicht toxische Wirkung, wodurch die Verstoffwechselung der Glukose gestört wird, was dann zu einer potentiell lebensbedrohlichen Unterzuckerung (Hypoglykämie) führen kann.

Häufig sprechen von  Fructosemalabsorption betroffene Personen davon, dass sie an Fruktoseintoleranz leiden. Dies sind jedoch zwei vollkommen verschiedene Phänomene, die nicht miteinander „verwechselt“ werden sollten, da letzteres wesentlich problematischer ist. (Vergleich: Erdnussunverträglichkeit mit Symptomen wie Übelkeit und Bauchschmerzen vs. Erdnussallergie, die unbehandelt zum Tode führen kann.)

Leidet eine Person also unter Fructosemalabsorption, verbleibt die nicht resorbierte Fructose im Dünndarm. Wo sie von den Bakterien der Darmflora in Kohlenstoffdioxid, Wasserstoff und kurzkettigen Fettsäuren zerlegt wird. Daraus folgen Reizdarmsymptome wie Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall.

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