29. Juni 2015 blogger

Die Fructose – umgangssprachlich häufig als Fruchtzucker bezeichnet  gehört, ebenso wie Glucose, zu den Monosacchariden (Einfachzuckern) und ist damit ebenfalls ein Kohlenhydrat. Auch von der Fructose existiert eine D- und L- Form, wobei nur die D-Form natürlich vorkommt und von physiologischer Bedeutung ist.

D-Fructose ist allen Arten von Früchten enthalten. So beträgt der Fructoseanteil beispielsweise in Äpfel und Birnen ca. 6 g/ 100 g, im Honig bis zu 42,1 g/ 100 g). Der so genannte „Haushaltszucker“ ist ein Zweifachzucker, der aus je einem Molekül Glucose und Fructose besteht.

Obwohl auch die Fructose ein Monosacharid ist, gestaltet sich dessen Resorption wesentlich komplizierter als bei der Glucose. Auch für die Fructose besitzt der menschliche Körper spezielle Transportproteine. Diese sind jedoch nur zum passiven Transport fähig. Im ersten Schritt wird die Fructose über das Protein GLUT5 aus dem Darmlumen in die Darmzellen (= Enterocyten) transportiert, danach sorgt GLUT2 dafür, dass diese aus den Darmzellen in das Blut gelangen kann. Dieser zweistufige Prozess läuft weitaus langsamer ab als der Glucosetransport. Zudem variiert die Kapazität zur Fructoseresorption sehr stark von Mensch zu Mensch.

Während die Glucose aktiv und reguliert in die Darmzelle gepumpt wird, fließt die Fructose  passiv und unreguliert entlang des Konzentrationsgefälles. Aus diesem Grund kann die zugeführte Fructose niemals vollständig resorbiert werden, was bei zu hohen Fructosemengen zu Durchfall führen kann.

Die resorbierte D-Fructose wird über das Blut zur Leber transportiert und dort über eine enzymatische Reaktion in D-Fructose-1-phosphat umgewandelt. In diesem Zustand kann es die Leberzellen nicht mehr verlassen. Der Abbauprozess muss also in der Leber beginnen. Außerdem ist dieser immer mit der Bildung eines Nebenproduktes (IMP) verbunden, welches zum Anstieg das Harnsäurepegels führt. Erst nach diesem Prozess, der so genannten Phosphorylierung, kann dieses  „Fructoseprodukt“ in die Glykolysereaktion, dem eigentlichen Energiegewinnungsprozess, überführt werden. Geschieht das nicht, wandelt der Körper diese in Fettsäuren (Triglyceride) um und lagert sie direkt als Depotfett an oder in Form von „Fetttröpfchen“ zwischen die Myofibrillen der Muskulatur.

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