14. Dezember 2015 blogger

Abgesehen von den unbeeinflussbaren Faktoren wie Körpergröße, Arm- und Beinlänge und den damit einhergehenden Hebelverhältnissen, spielen die Muskelmasse, die intramuskuläre, sowie die intermuskuläre Koordination die entscheidende Rolle.
Die Muskelmasse, d.h. das Volumen der Muskelfasern, bestimmt wie hoch die maximale Kraftabgabe theoretisch sein kann.
Einfach ausgerückt, je größer der Muskel, desto mehr PS (Vergleich Auto).
Ähnlich dem Auto kann dieses Leistungspotential jedoch nur dann genutzt werden, wenn es möglich ist diese Kraft erstens auszuschöpfen und zweitens kontrolliert zu übertragen.
Die Ausschöpfung des Kraftpotentials des einzelnen Muskels hängt von dessen Aktivierbarkeit (= intramuskuläre Koordination), die Kraftübertragung vom Zusammenspiel der einzelnen, an der Bewegung beteiligten Muskeln (= intermuskuläre Koordination) ab. Beide werden ausschließlich durch das Nervensystem bestimmt.
Die intramuskuläre Koordination kann durch Bewegungen mit hoher Trainingslast bei maximaler, kurzzeitiger Anspannung trainiert werden (siehe „Grease the Groove“).
Die intermuskuläre Koordination ist (ausschließlich) über die Ausführung von Bewegungen der geschlossenen kinematischen Kette möglich (Kniebeuge, Kreuzheben,…). Bei Übungen dieser Art ist jedes Körperteil direkt oder indirekt an der Bewegung beteiligt, was der Zusammenarbeit der einzelnen Muskeln bedarf (diese Fähigkeit also auch trainiert) und somit eine Übertragung der Kraft z.B. vom Boden auf eine Langhantel möglich macht.

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