16. November 2015 blogger

Wieso kann es nützlich sein zur Senkung des Cortisolspiegels direkt nach dem Training schnell verfügbares Protein und Zucker verschiedene Moleküllange zuzuführen?

Unter den Vorraussetzungen, dass der Körperfettanteil niedrig genug ist (♂ <10%; ♀<14%) und der Kalorienumsatz während des Trainings hoch genug ist (> = 800Kcal/h), reagiert der Körper mit einer Absenkung des durch die Trainingsbelastung erhöhten Cortisolspiegels, wenn ihm schnell verfügbares Protein und Zucker verschiedene Moleküllange zugeführt werden.

Dies liegt nicht etwa daran, dass der Körper diese Nährstoffe und Energieträger direkt nutzt, sondern an der Information, die diese Stoffe bei der Zufuhr übermitteln. Wichtig zu wissen ist, dass der Körper nur einen sehr kleinen Teil der zugeführten Kalorien direkt nutzen kann. Zwischen ca. 90 und 95 % davon werden beim erwachsenen Menschen erst am Folgetag genutzt. Die über die Geschmacksensoren im Mund, die Geruchsensoren in der der Nase und die Analysatoren im Darm aufgenommenen Informationen der Nährstoffe bewirken im Körper, dass dieser die Energie- und Nährstoffversorgung für den Folgetag wieder als gesichert bewertet und somit auch die Hormonfreisetzung verändert reguliert. Statt über Cortisol auf Abbaumodus zu schalten, geht der Körper schnell wieder in den Aufbaumodus. Die Reparatur der betroffenen Muskeln wird nicht über den Abbau unbelasteter Muskeln geregelt, sondern erfolgt aus der Nutzung körperfremden Baumaterialien aus der Nahrung von Gestern zur Umwandlung in körpereigene Materialen (z.B. Muskelprotein) von heute.

Die zugeführten Zucker vermitteln dem Körper, dass die Energieversorgung in der Zukunft (Morgen) gesichert ist, die zugeführten Proteine, dass genug Baumaterial zur Verfügung steht.

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