23. März 2015 blogger

Eine weitere physiologische „Falle“ des Cheatdays liegt darin, dass man an einem Tag das gesamte Kalorienminus bspw. der letzen sechs Tage wieder zunichte macht. Zur Erklärung nehmen wir an, dass wir einen Grundumsatz von 2000 kcal haben und pro Tag ein Kalorienminus von 1000 kcal erzeugen. Nach sechs Tagen sind das also -6000 kcal. Wenn wir nun am Cheatday 8000 kcal zuführen, was innerhalb 24 h leicht möglich ist, sind wir kalorisch betrachtet am Ende der Woche wieder bei Plus/ Minus Null, d.h. kein Fettabbau! Um dem vorzubeugen, sollte man sich zuvor Gedanken darüber machen, wie man den Cheatday gestaltet. So ist kann es beispielsweise sinnvoll sein an einem Cheatday, der einmal pro Woche stattfinden soll, nur eine Cheatmahlzeit oder sogar nur ein „Cheatgericht“ (Beispiel: 1 Becher Eis) zuzuführen. Hat man hingegen vor 24 Stunden lang nach dem Prinzip: „Alles rein, was geht!“ zu agieren ist es empfehlenswert dies nur einmal alle zwei, drei oder sogar vier Wochen zu tun.

Egal wie man seinen Cheatday plant, eines wird dieser jedoch immer bewirken: Die Verminderung der bakterielle Anpassung (Darmflora) an eine spezifische Ernährung.

Hierbei entsteht das klassische „Zwei-Seiten-der-Medaille-Problem“, da der Körper so zwar flexibel bleibt, es ihm also immer möglich ist verschiedenste Nahrung gut zu verdauen. Gleichzeitig aber auch die Optimierung hin zu einer spezifischen Ernährungsweise (z.B. Paläo) ausbleibt. Diese mögliche Optimierung ist hinsichtlich ihrer Auswirkungen – zum Beispiel auf den Fettstoffwechsel – nicht zu unterschätzen, da die Darmflora essentiell für den Verdauungsprozess, die Aufnahme der Nährstoffe durch den Dünndarm (Resorption) und den Stoffwechselweg im Körper ist!

All diese Faktoren zusammengenommen, sollte man sich also genau überlegen, wie man vorgehen möchte und ausprobieren, was Einem gut tut.

Der Eine oder Andere wird so evtl. zum erfolgreichen „Cheater“!

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