9. März 2015 blogger

Kurzes Vorwort:

In dieser Betrachtung von Pro und Kontra des Cheatdays setzte ich voraus, dass die hypothetisch „cheatende“ Person ein kontinuierliches Training absolviert. Das herunterfahren des Stoffwechsels, aufgrund einer beispielsweise verminderten Kalorienzufuhr bei gleichzeitigem dauerhaften „Ruhezustand“, entfällt also aus der Betrachtung, da der Körper seinen Stoffwechsel nicht herunterfahren kann, wenn er ständiger Aktivität und der Notwendigkeit zur Regeneration ausgesetzt ist.  

 Will man den möglichen Nutzen oder die möglichen Nachteile eines Cheatdays betrachten, ist es nützlich als erstes die Unterscheidung in psychische und physische Auswirkungen vorzunehmen.

Psychisch wird der Cheatday häufig als nützlich für das „Durchhaltevermögen“ angeführt. In der Theorie soll der Cheatday dem starken, durch das Unterbewusstsein hervorgerufene, Verlangen nach „verbotenen“ Nahrungsmitteln Abhilfe schaffen. Die Idee dahinter ist, dass „jeder“ Mensch irgendwann einen Punkt erreichen wird, an dem der bewusste Verzicht nicht mehr auszuhalten ist und das Unterbewusstsein einen so großen „Druck“ ausübt, dass die Gefahr des Aufgebens droht. Der Cheatday soll also sozusagen als „Reset“ dienen. Mit befriedigtem Unterbewusstsein geht es dann weiter mit der „Diät“.  Meist wird dieser Cheatday von Anfang an als regelmäßiges „Entlastungsritual“ – z.B. einmal pro Woche – eingeplant. Ob dieses Prinzip funktioniert, ist jedoch absolut von der betroffenen Person abhängig, also vollkommen subjektiv. Was dem Einen Woche für Woche sehr gut hilft weiterzumachen, kann vom einem Anderen als persönlicher „Rückschlag“ empfunden werden und somit extrem kontraproduktiv sein!

Hier bleibt Einem deshalb nichts anderes übrig als das Cheatdaysystem auszuprobieren und zu versuchen sein weiteres Verhalten dem Erfolgs- oder Misserfolgerlebnis gemäß anzupassen.

 

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